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Innovative Überlade- und Abschiebetechnik spart Zeit und Geld

Überladetechnik von Fliegl

Erntezeit ist hohe Zeit für Transportarbeiten. Das gilt vor allem für die Beförderung von Biomasse. Die Fliegl Agrartechnik GmbH, Töging, als Innovations-Unternehmen der Transportlogistik hat hierzu zahlreiche Neuheiten auf den Markt gebracht. Martin Bauer, Exportmanager bei Fliegl, stellte sie unter anderem in seinem Referat „Transportlogistik der Substratbereitstellung“ im Rahmen des „Biogas Forum Bayern“ vor.

Martin Bauer, Exportmanager der Fliegl Agrartechnik GmbH: „Die klassische Transportlogistik stößt an ihre Grenzen. Wir von Fliegl haben Zukunftslösungen.“

Kleine Biogasanlagen bis etwa 250 kWel mit rund 6.000 Tonnen Häckselgut im Jahr und entsprechender Menge an Gärresten benötigen keine größere Vorplanung, um den Transport zu organisieren. Entweder eigenmechanisiert oder überbetrieblich organisiert, reicht die klassische Transportlogistik aus: Feldhäcksler plus Traktoren mit Anhängern im Feld- und Straßeneinsatz sowie Traktoren mit Güllefass auf Straße und im Feld mit diverser Aus- und Einbringtechnik.

Klassische Transportlogistik beherrscht jeder

Martin Bauer benennt die Vor- und Nachteile solch klassischer Transportlogistik: In aller Regel kann der vorhandene Fuhrpark genutzt werden. Traktoren können vielseitig eingesetzt werden. Sie müssen nicht mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein. Den Landwirten sind die Arbeitsabläufe bei Ernte und Ausbringung von Gülle und Gärresten bekannt. Kein Fachpersonal ist nötig für die Planung solch relativ einfacher logistischer Vorhaben.

Die Nachteile klassischer Transportlogistik treten offen zutage bei größer werdenden Biogasanlagen. Die Transportmengen und -entfernungen steigen. Die klassische Transportlogistik reicht nicht mehr aus, um die Substratmengen zu bewältigen. Die Transportzeiten steigen. Mehr übliche Anhänger werden gebraucht. Der Verkehr nimmt zu. Auf langen Transportwegen gibt es Probleme mit der Ackerbereifung.

Kombi-Verkehr braucht Spezialisten

Nicht so beim „Kombi-Verkehr“, einem Logistiksystem zum Bewältigen großer Transportmengen und weiter Transportentfernungen. Das Transportverfahren Kombi- Verkehr sorgt für Leistungssteigerungen bei der Ernte, bringt höhere Wirtschaftlichkeit und mehr Rentabilität. Es vermeidet größere Verkehrsbelastungen und schützt den Boden. Die Flächen sind nachhaltiger zu bewirtschaften. Außerdem wird beim Transport Energie gespart.

„Das Transportverfahren Kombi-Verkehr verlangt vom Unternehmer eine Spezialisierung des Fuhrparks“, so Martin Bauer. Die Lastkraftwagen müssen mit Fahrtenschreibern ausgestattet sein. Fachpersonal wird gebraucht. Der Planungs- und Organisationsaufwand ist sehr hoch. Die Arbeitsabläufe sind streng strukturiert und bieten wenig Spielräume.

Frühzeitig planen

Laut Martin Bauer gilt es die unterschiedlichsten Punkte zu beachten. So beginnt die Planung der Transportlogistik schon im Frühjahr mit der Aussaat der Pflanzen. Durch Saat von früh und spät reifenden Sorten wird der Häcksel- und Transportzeitpunkt entzerrt. Martin Bauer: „Das verlängert die Erntezeit, verringert das Verkehrsaufkommen und die Anwohnerbelästigung wird reduziert.“ Dass bei Aussaat auf Boden und Wetter Rücksicht genommen werden muss, versteht sich dabei wohl von selbst. Bei einer Vielzahl von Lieferanten, einer hohen Anzahl von Schlägen, steigender Tonnage und mehr Fahrzeugen im Einsatz steigt das Wetter- und Verkehrsrisiko beträchtlich an. „Nicht jede Situation lässt sich vorplanen, dennoch sollten Alternativen und Notfallplanungen schon im Vorfeld in die Überlegungen mit einfließen“, so Martin Bauer.

Hilfreich sind dabei digitale Flurkarten, die mit entsprechender Software auf jedem geeigneten Rechner erstellt werden können. Bei komplexer und schwieriger Transportlogistik ist es durchaus empfehlenswert auf mobile Geo-Informationssysteme (Mob-GIS) zurückzugreifen, um den Einsatz aller Maschinen, Traktoren, Transporter und Lastkraftwagen zu planen und in Echtzeit zu steuern.

Nach Gewicht und Trockenmasse abrechnen

Noch nicht überall ist es üblich, das Biomassesubstrat nach Gewicht von angelieferter Frischmasse und deren Trockensubstanzgehalt zu erfassen und abzurechnen. Martin Bauer: „In den Fällen, wo nach Gewicht abgerechnet wird, steigt die Sicherheit und stärkt somit das Vertrauen.“ Die Abrechnung jedenfalls sollte transparent und nachvollziehbar sein. Gleiches gilt auch für die Preisgestaltung bei Erntetechnik und Transport, die nach Hektar, Stunden, Gewicht oder gemischt kalkuliert werden können.

Aufs Überladen kommt es an

Landwirte und clevere Lohnunternehmer organisieren die Logistik herkömmlicher Halmfrucht-Ernteverfahren neu. Die Fliegl Agrartechnik GmbH, Töging, unterstützt sie dabei mit der „SpeedStation“, einer mobilen Überladestation, und mit Abschiebewagen, die entweder mit Hochleistungs-Überladebändern oder mit -Überladeschnecken ausgestattet sind.

Sie verbessern entscheidend die Logistik unterschiedlicher Halmfrucht Ernteverfahren. Die Überladestation, am Feldrain rasch aufgestellt, gleich wo, ist Drehscheibe, Bindeglied und Puffer des Transportverfahrens „Kombi-Verkehr“.

Die Hauptvorteile der Fliegl SpeedStation, laut Martin Bauer: „Die Speedstation“ hilft den Boden schonen. Sie steigert die Leistung der Ernteverfahren, verbessert deren Wirtschaftlichkeit und trägt wesentlich bei zur Rentabilität von Biogasanlagen. Und darauf kommt es schließlich an“

Der richtige Transporter

Lückenlos wird künftig der Fluss des Ernteguts in Echtzeit dokumentiert. Über einen Touchscreen auf ISOBUS-Basis können die dokumentierten Daten abgerufen werden.

Die Erklärung hierfür: „Landwirtschaftliche Transportwagen werden künftig ausschließlich auf dem Acker eingesetzt.“ Das Erntegut wird abgeladen in den Annahmebunker der Überladestation. Von dort wird es auf LKW überladen, die auf befestigter Straße stehen. Exportmanager Martin Bauer: „Mit hoher Geschwindigkeit transportiert der Lkw große Mengen des Ernteguts ökonomisch zu weit entfernten Bestimmungsorten.“ LKW müssen nun nicht mehr die abzuerntenden Felder befahren. Ihre Hochdruckreifen, ausgelegt auf schnelle Straßenfahrt, schädigen daher den Boden nicht. Den Abtransport vom Feld übernehmen bodenschonend bereifte Transporter wie beispielsweise Abschiebewagen und Muldenkipper von Fliegl. Es entstehen keine Spuren mehr mit tief reichenden Druckzwiebeln, die langfristig die Kapillarwirkung einschränken und die Bodenkrume in ihrer Fruchtbarkeit schädigen.

Flexibler Einsatz übers Jahr

Die Überladestation lässt sich das ganze Jahr über flexibel einsetzen. Sie eignet sich zum Beispiel auch für das Überladen von Stichtorf.

Innovativ der Aufbau

Die mobile Überladestation SpeedStation besteht aus einem Annahmebunker mit verschleißfesten Kratzboden, zwei hydraulisch bedien- und dazu befahrbaren Klappwänden sowie einem Schrägförderer. Ebenfalls hydraulisch zu bedienen ist die Deichsel und die absenkbare Hinterachse. Gering der Kraftaufwand. Idee und vor allem die Funktion zeichnen die Fliegl Überladestation aus. So führt der Kratzboden des Annahmebunkers dem Schrägförderer das Erntegut optimiert zu. Zwei speziell konstruierte höhenverstellbare Rotoren lockern das Erntegut auf. Auf einem Bedienpodest wird die Überladestation überwacht. Martin Bauer: „Nur ein relativ geringer Kraftaufwand ist notwendig für den Betrieb der Überladestation, die mit bordeigener Hydraulik ausgestattet ist.“ Ein Alttraktor mit einer Leistung an der Schlepperzapfwelle von 88 kW (120 PS) reicht aus, um über eine normale Gelenkwelle die SpeedStation in Betrieb zu nehmen.

Flexibilität groß geschrieben

Die Konstruktion der Überladestation ermöglicht ganzjährig den flexiblen Einsatz in landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben, beispielsweise zum Sammeln und Verladen von verwertbaren Reststoffen, die turnusmäßig auf LKW überladen und gewogen werden müssen. Hierzu zählen unter anderem die Festphase von Gärresten aus Biogasanlagen, Trester von Frucht- und Gemüsesaftherstellern usw.

Rasch umzurüsten

Die Umrüstung der Überladestation von Arbeits- in die Transportstellung ist einfach und geht rasch vonstatten. Die SpeedStation darf mit 25 km/h auf jeder öffentlichen Straße zum jeweiligen Einsatzort gefahren werden. Ein TÜV-Datenblatt für Deutschland liegt vor. Bei Reifengrößen von 385/55-22.5 RE, einem Eigengewicht von 10,0 Tonnen, einer Länge von 12,00 und einer Breite von 2,95 Metern sowie einer Transporthöhe von 3,95 Metern bereiten Straßenfahrt und das Umsetzen an die jeweiligen Einsatzorte keine Probleme. Beim Tiefladertransport reduziert sich die Transporthöhe auf etwa 3,40 m.

Überladeeinheit »MobilFast« mit Höchstleistung

Fliegl Abschiebewagen mit hydraulisch abklappbarer Überladeeinheit "MobilFast" belädt der Transporter und Lastkraftwagen mit einer Überladelesitung von bis zu 300 cbm/min.

Extrem leistungsstark ist der Fliegl Abschiebewagen mit einer hydraulisch abklappbaren Überladeeinheit. Das Überladevolumen des hydraulisch angetriebenen Kratzbodens mit verschleißfesten Flachglieder-Ketten liegt bei rund 30 m³/ min. Mit einer Überladehöhe von etwa fünf Metern (je nach Bereifung) belädt er rasch jeden Lkw, der auf der Straße am Feldrand steht.

Schwenkbare Überladeeinheit »MobilFlexible«

Mit der schnwenkbaren Überladeeinheit "MobilFlexible" ist das Überladen auf drei Seiten möglich.

Fliegl hat das Überladen noch flexibler gemacht. „MobilFlexible“ kann in drei Richtungen geschwenkt werden - auch während des Betriebs. Neben großer Flexibilität punktet sie mit geringem Eigengewicht, geringem Kraftbedarf und hoher Verschleißfestigkeit. Sie kann an jeden Fliegl- Abschiebewagen „GIGANT“ montiert werden und eignet sich für die Überladung von Kompost, Hackschnitzel, Mais, Gras, Erde usw. Die Überladehöhe beträgt 5 Meter, die Überladeleistung ca. 10 m³ / min.

Überladeschnecke schließt Lücke

Die neuartige Hochleistungs-Überladeschnecke Typ 600 (Rohrdurchmesser 60 cm) ergänzt das Überladeverfahren im Kombi-Verkehr. Sie schließt wie die Überladestation eine Lücke in der Arbeitskette einerseits zwischen Ernte von Silage oder Gewinnung von Kompost oder Hackschnitzel und andererseits Ferntransport des jeweiligen Ernteguts oder erzeugten Produkts. Je nach Einsatzzweck und -ort fördert die Überladeschnecke das Ladegut am Feldrand auf Feldwegen oder auf Forststraßen auf Lkws für den Ferntransport in Flachsilos, in Bunkerzellen oder Vorratsbehälter für Biogasanlagen.


Vorteilhaft: Land- und Energiewirte, Lohn- und Transportunternehmen sowie Kompostbetriebe und Sägewerke können sie das ganze Jahr über am originalen Fliegl Abschiebewagen vielseitig einsetzen. Unterschiedlichstes, auch schwer handhabbares Ladegut wie Mais, Gras, Silagen aller Art, Hackschnitzel, Kompost usw. fördert sie problemlos bis zu einer Höhe von 5,30 Metern. Die gleichmäßige Zufuhr des Ladeguts zur Überladeschnecke am Heck des Überladewagens kann automatisiert werden durch eine elektronische Steuerung. Sie regelt den Vorschub des Schiebebodens und verhindert Verstopfungen an Verteilerwalzen und Zubringerschnecken. Die üblichen Stoßbelastungen an der Zapfwelle werden so deutlich verringert.

Auch Kraft wird gespart. In der Folge steigt die Überladeleistung. In Praxis-Tests wurden sehr hohe Überladeleistungen gemessen, so beispielsweise bei Hackschnitzel bis 14,0 m³/min, bei Grassilage bis 10,0 m³/min und Maissilage bis 12,0 m³/min. Die elektronische Steuerung (VarioSens ISOBUS) entlastet den Fahrer: Er muss nicht ständig den Fluss des Ladeguts an Verteilerwalzen, Zubringerschnecken und Überladeschnecke kontrollieren und nachregeln. Das übernehmen Sensoren, die über einen Regler den Vorschub des Schiebebodens steuern: Bei dichtem Materialfluss wird die Schiebegeschwindigkeit verringert, bei geringerem Materialfluss wird sie erhöht. Über Bordcomputer können je nach Ladegut bestimmte Werte gezielt eingegeben werden, die eine gleichmäßige und fortwährende Beschickung der Zubringerschnecken und Förderschnecke garantieren.

Abschieber als Sattelauflieger

Für den Kombi-Verkehr stattet Fliegl Sattelauflieger mit seinem Original-Abschiebesystem aus.

Mit Ein- oder Zweiachs- Dollysystemen können LKW-Auflieger auch von Traktoren gezogen werden, dabei wird ein Teil der Aufsattellast des Trailers als Stützlast auf den Traktor übertragen, zu Gunsten der Traktion.

Die Verbindung zwischen Fliegl-Dolly und Fliegl- Sattelabschieber macht die Biogas-Logistik flexibler und dadurch wirtschaftlicher.



Agro-Truck für Feld und Straße

Schneller auf der Straße, leiser in der Ortschaft: Der Fliegl „Agro-Truck“ kombiniert einen Vierachs-LKW mit dem Abschiebesystem von Fliegl.

Martin Bauer: „Das Konzept vereint das Tempo des Straßenverkehrs mit dem robusten Einsatz auf dem Feld.“ Basis für den „Agro-Truck“ ist ein in Kraft und Robustheit verstärktes Fahrgestell eines Mercedes-Benz 4144 Allrad.

Darauf montiert Fliegl als Wechselaufbau seinen Abschieber mit einer Ladekapazität von bis zu 43 m³.

Das technische Gesamtgewicht wurde auf 37 Tonnen ausgelegt. Für den Einsatz in anspruchsvollem Gelände bestückt Fliegl die starren Achsen des LKW mit großdimensionierter Landwirtschaftsbereifung (bis 710/45R22.5).

Ein Dieselmotor mit 435 PS erfüllt höchste Leistungsansprüche auch auf schwierigstem Untergrund, der selbst Traktoren überfordern kann.

Schnell, geländegängig, sparsam

Der „Agro-Truck“ vereint die Vorteile eines Abschiebewagens und eines LKW, erledigt die Arbeit auf dem Feld zuverlässig und gewährleistet anschließend den zügigen Abtransport über Straßen und Autobahnen (70 km/h zulässige Höchstgeschwindigkeit). Der Allrounder kann auch mit Gülletankaufbauten und Anbaugeräten wie Streuwerken genutzt werden.

Praxistests haben gezeigt, dass der Fliegl „Agro-Truck“ die Kosten für Wartung und Ersatzteile um 25%, für Diesel sogar um 30% reduzieren kann. Der „Agro-Truck“ - flexibel, leistungsstark und wirtschaftlich. Der Spezialist für die Biogas-Logistik.

Fliegl und Unimog

Zwei Originale gehen eine kluge Verbindung fuü die Biogaslogistik ein: Der Abschiebewagen von Fliegl mit einem Unimog als Zugfahrzeug. Der Unimog fährt schneller als ein üblicher Traktor, verbraucht gleichzeitig weniger Kraftstoff. Mit einem eigenen Kippaufbau ist er in der Lage, zusätzliche Ladung aufzunehmen. Seine ganzjährigen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, etwa bei Straßenarbeiten oder im Winterdienst. Um die Autobahntauglichkeit des Unimog zu nutzen, liefert Fliegl auch einen Abschiebewagen mit entsprechender Zulassung. Fliegl und Unimog ergänzen die Abschiebetechnik um eine weitere interessante Variante und kombinieren die ASW Stärken mit einem wirtschaftlichen und flexiblen Zugfahrzeug.