Firmengeschichte

Fliegl Gruppe - Innovation und Engagement

Am Anfang stehen Ideen, sie werden zu Innovationen; engagiert und praxisnah umgesetzt, entsteht Nutzen für alle Kunden der Fliegl-Gruppe. Am Anfang aller Ideen und Innovationen steht ein Mann, Josef Fliegl senior. Mit ihm begeben wir uns auf eine Zeitreise zurück ins letzte Jahrhundert bis zu den Anfängen seiner Unternehmungen.

Die Unternehmen der Fliegl-Gruppe

  • zwischen 2011 bis 2006 - Innovationsschub und Engagement in neuen Branchen
  • zwischen 2005 bis 2000 - Generationswechsel und neue Unternehmensstrategien
  • zwischen 1999 bis 1996 - Abschiebetechnik, ein Meilenstein der Landtechnik, wird erfunden
  • zwischen 1995 bis 1989 - Die Mauer fällt: Expansion Richtung Osten
  • zwischen 1988 bis 1981 - Maschinenbau bei Fliegl nimmt Fahrt auf
  • vor 1981 - Orientierung Richtung Maschinenbau

2011 bis 2006 - Innovationsschub und Engagement in neue Branchen

2011

Mit herkömmlichen Miststreuern hat der neue Fliegl Abschiebe-Dung-Streuer ADS nichts mehr gemein. Statt eines reparaturanfälligen und wartungsintensiven Kratzbodens auf Holzbohlen ist er ausgestattet mit einer Stahlmulde und dem originalen robusten Fliegl-Abschiebesystem, das sich unter schwersten Bedingungen in Land-, Forst- und Bauwirtschaft ständig bewährt.

Mais- und Grassilage werden in immer größeren Flachsilos bis zu Höhen von mehr als vier Metern eingelagert. Die üblichen Entnahmegeräte stoßen an ihre Grenzen oder sind in der Anschaffung viel zu teuer. Nicht so die neu konzipierte Fliegl Silagefräswalze SFW 490 HG Duplex mit Hubgerüst, sie schafft auch große Silagehöhen und ist dazu noch preiswert.

Mit dem „Rondodry“ setzt Fliegl neue Maßstäbe beim Trocknen von Schüttgütern. Bei geringer Anschlussleistung und optimaler Nutzung der erforderlichen Wärmeenergie trocknet der Rondodry über ein ausgetüfteltes Düsensystem höchst effektiv jegliches Schüttmaterial im Extremen: sowohl Hackschnitzel bis zu einer Länge von 12 cm, als auch Raps in Millimetergröße.

Augenfällige Vorteile hat der neue Fliegl Abschiebewagen ASW Pkw für den Schnelltransport von Gütern. Mit angepasst großer Ladefläche und einem Ladevolumen von acht Kubikmetern eignet er sich besonders zum Sammeln, Beladen, Transport, Ent- und Verladen unterschiedlichster Güter wie beispielsweise Mähgut, Schnee, Erde, Steine, Hackschnitzel, Müll, Unrat oder ähnliches.

Eine spezielle Lade- und Transport-Innovation ist die Fliegl Rückewagen-Kipper-Kombination mit Ladekran, die nicht nur der Eigenbeladung von Baumstämmen und deren Transport dient, sondern die mit den entsprechenden Werkzeugen wie zum Beispiel Lasthaken, Palettengabel usw. unter anderem auch BigBags, Gitterboxen, Paletten, Stückgut und Schüttgüter verladen kann.

2010

Die Fliegl-Gruppe bündelt in diesem Jahr Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Forstgeräten in der neuen Sparte Fliegl Forst- und Holztechnik. Als eigenständiger von der Agrartechnik losgelöster Vertriebszweig agiert sie auf den Märkten.

Der neue Holzhackschnitzel-Bunkerbefüller Tornado 4000 lastet Abschiebewagen weiter aus und befüllt mit deutlich geringeren Staubbelastungen umwelt- und anwenderfreundlich diverse, auch weit entfernt liegende Lagerstätten.

Engpässe bei der Einlagerung von Holzhackschnitzeln in vorhandene Boxen und Bunker schließt die neue Bunkerbefülleinrichtung „Dachs“ aus, die flexibel Boxen in Sammellagern befüllt.

Mit der mobilen Überladestation „Universal II“ optimiert Fliegl entscheidend die Logistik unterschiedlicher Halmfrucht-Ernteverfahren in Mais und Gras deutlich. Als Drehscheibe, Bindeglied und Puffer des Transportverfahrens „Kombi-Verkehr“ verbessert sie Produktivität und Rentabilität und minimiert die Kosten pro Einheit.

Mit der Weltneuheit „ASW Stone Dumper“, einem Schwergut-Abschiebeaufbau der Fliegl Bau- und Kommunaltechnik GmbH, meistern nun Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus, des Straßen- und Gewässerbaus, des Bergbaus Über- und Untertage, Unternehmen mit Kiesgruben, Steinbrüchen, Schotterwerke und Deponien auch Extremsituationen wie hängiges Gelände, niedrige Abladehöhen und klebriges Material.

Mit dem „Rondomat Double QZ“ liefert Fliegl nun ein weiteres flexibles Beschickungssystem für Biogasanlagen, das Zuckerrüben auf die Größe einer Streichholzschachtel zerkleinert und das Substrat den Bakterien „mundgerecht“ zuführt.

2009

In diesem Jahr fasst die Fliegl Agrartechnik GmbH erstmals alle Maschinen und Geräte für Großtransport und Logistik zusammen in einer Gesamtkonzeption „Kombiverkehr“. Hierzu gehören Abschiebewagen, Überladeschnecken, Überladestationen, Schubboden-Sattelauflieger, Abrollmulden und Abrollcontainer für Hakenliftanhänger, Tandem- und Tridem-Abrollkipper sowie spezielle Wiegeeinrichtungen und elektronische Steuerungen.

Als Neuheiten auf den Markt kommen: eine spezielle Hochleistungs-Überladeschnecke, die auch schwer handhabbares Gut überlädt wie Mais, Gras, Silage aller Art, Hackschnitzel, Kompost usw.; das ASW-Anbaugebläse „Tornado 3000“ für Holzhackschnitzel und andere Schüttgüter; die elektronische Waage „DigiTouch Mobile“, welche Teleskoplader, Kipper, Plattform- und Abschiebewagen zu vollwertigen Waagen macht; der Wiegecomputer „DigiTouch Bio“ als nachrüstbares, universelles Wiege-, Steuer- und Bedienteil für alle Einbringcontainer von Biogasanlagen; sowie der „Rondomat Vario“, ein variables Beschickungssystem für Fördergüter aller Art.

Mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wird auf der Agritechnica 2009 das Hubdach „Toplift“, eine neuartige Bedachung für Transportwagen, die sich mühelos hydraulisch öffnen und schließen lässt.

Für Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus, die mit ihren bisherigen Lastkraftwagen an Einsatzgrenzen stoßen, entwickelt die Fliegl Bau- und Kommunaltechnik GmbH, Töging, den Schwergut-Abschiebeaufbau „ASW Stone Lkw“, der ausgelegt ist für höchste Belastungen in Steinbrüchen und bei Abbrucharbeiten.

2008

In diesem Jahr geht es Schlag auf Schlag: Es wird eine Agro-Center-Ost GmbH für den Bereich Ostdeutschland, Sitz in Triptis eröffnet, um lokal und regional die vielfältigen Kundenwünsche nach hochwertigen und doch günstigen Ersatz-, Zubehör- und Kleinteilen aller Art schneller erfüllen zu können.

Auf dem Stammsitz in Kastl entsteht ein neues Verkaufs-, Vertriebs- und Versandzentrum für Fahrzeuge, Anbaugeräte, Frontladerzubehör, Landmaschinenersatzteile, Bremsen- und Druckluftzubehör, Gülle und Umwelttechnik, Werkzeuge, Werkstattbedarf sowie Kleingeräte für Haus, Hof und Garten.

Fliegl Iberica S.A. fasst Fuß auf dem südamerikanischen Markt mit Produkten wie den Abschiebewagen mit Überladeschnecke und kleineren Transportern mit angebautem Streuwerk.

Die Fliegl-Gruppe verstärkt 2008 ihre Aktivitäten in den Wirtschaftsbereichen Bau, GaLaBau und Kommunales mit der Gründung eines neuen Familienunternehmens, der Bau- & Kommunaltechnik GmbH, das geführt wird von Martin Fliegl, Sohn des Firmengründer Josef Fliegl. Es vertreibt robuste Muldenkipper und originale Abschiebewagen sowie Mischer und Mischanlagen in Duplexausführung ebenso Wasserfässer und eine Vielzahl von Kleingeräten des täglichen Bedarfs auf Baustellen und in Bauhöfen.

Auf dem Markt eingeführt werden die Dosierstationen für Biogasanlagen Biomat mit Anbau-Vertikalmischer und Biomat Mobile, die ersten Teleskopladerwaagen der Typen „Standard“, „Premium“ und „Dynamik“, der Güllegrubber „Rasant“, der Saugausleger „Flexible“, der Vakuum-Fasswagen „Turbo“ sowie das elektronisches Regel- und Steuerungssystem „Vario 2009“ für Abschiebewagen-Streuwerke.

2007

Fliegl als Systemproduzent für Biogasanlagen, Logistik sowie Transport- und Gülletechnik erweitert das Portfolio mit Innovationen: wie neu konzipierte Saugausleger, die unabhängig von festinstallierten Pumpen Güllewagen befüllen; Hakenlift-Anhänger, die universell und flexibel eingesetzt werden können für alle herkömmlichen Transportarbeiten in Landwirtschaft, Forst, Kommunen und GaLaBau; spezielle Wiegeeinrichtungen, die das Befahren von stationären Waagen überflüssig machen; automatische Wiegemischdosierelektronik, die Fehlerkorrekturen selbstständig durchführt sowie eine elektronische gesteuerte Zwangslenkung, die auf der Agritechnica 2007 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wird.

Weiterentwickelt werden die Biogas-Abschiebe-Container des Typs „BAC“ zum Typ „SteelPro“ aus Stahl und zum Typ „PolyPro“ aus hochfestem Kunststoff, die vor allem schwer handhabbare nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) wie Gras-, Ganzpflanzensilage (GPS), Festmist, Brot und Speisereste mischen und genau dosieren, damit der Gärprozess nicht gehemmt wird oder gar abbricht.

Mit dem Bau einer neuen Sandstrahl- und Lackieranlage in Werk II, Triptis, wird die Produktion von Trailern und sonstigen Anhängern optimiert und die Qualität der Produkte weiter verbessert.

2006

Jetzt ist es amtlich: Mit einem „Sehr gut“ beurteilte das DLG Testzentrum der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft e.V., Groß-Umstadt, das Abschiebekonzept und damit die Standsicherheit des Fliegl Abschiebewagen „Gigant“ ASW 268 mit Achsverschiebung im Vergleich zu konventionellen Mulden- oder Dreiseitenkippern.

Fliegl will weiter expandieren und baut daher seinen Außendienst beträchtlich aus, zumal das Unternehmen als kompetenter Zulieferer mit der Dosieranlage „Schubmix“ in den aufstrebenden landwirtschaftlichen Betriebszweig Biogaserzeugung einsteigt. In kurzer Abfolge werden sowohl für landwirtschaftliche und industrielle Biogasanlagen weitere robuste, langlebige und hochwertige Dosieranlagen hergestellt, zum einen Dosierer der Baureihe „Ökomat“, zum anderen Dosieranlagen der Baureihe „BAC“ (Biogas-Abschiebe-Container).

Landwirten und Lohnunternehmern bietet Fliegl nunmehr eine breite Palette von neuartigen, robusten Geräten zur Gülleausbringung an, die organischen Dünger fast geruchlos, Stickstoff sparend, umweltgerecht und gleichmäßig ausbringen: Güllegrubber, Scheibenschlitzverteiler sowie Schleppschuhverteiler, Fässer aller Größen mit dem praxiserprobten, DLG-Geprüften Schneckenverteiler „Garant“. Exporterfolg: 30.000-l-Güllefässer mit angepasster Ausbringtechnik werden für den russischen Markt produziert.

2005 bis 2000 - Generationswechsel und neue Unternehmensstrategien

2005

Die Fliegl-Gruppe feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Ein Generationswechsel findet statt. Strategisch und operativ richtet sie sich neu aus. Die JFM Fliegl Maschinenbau GmbH wird zur Fliegl Agrartechnik GmbH, die von nun an von Josef Fliegl junior geführt wird.

Josef Fliegl senior zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und konzentriert sich verstärkt auf die Bereiche Strategie, Forschung und Entwicklung.

Die Fliegl-Gruppe gilt deutschlandweit als Vorzeigefirma für eine gelungene familiäre Unternehmensnachfolge.
So führen nun neben Josef Fliegl jun. zwei weitere Söhne und eine Tochter Werke und Vertriebs-Stützpunkte im In- und Ausland:

Helmut Fliegl die Fliegl Fahrzeugbau GmbH sowie Fliegl Trailer GmbH in Triptis/Ostdeutschland, Johann Fliegl das Montage- und Umrüstwerk Fliegl Iberica S.A. in Vilafranca bei Barcelona/Spanien sowie Angelika Fliegl die Agro-Center GmbH im Stammhaus Kastl. Im gleichen Jahr geht das neu erbaute Fliegl-Werk II in Triptis unmittelbar neben der Autobahn München - Berlin in Produktion.

2002

Ab diesem Jahr können Kunden für ihren Abschiebewagen ein Streuwerk ordern mit vollautomatischer Regelung, das Festmist und Kompost in genauer Dosierung sehr gleichmäßig ausbringt. Die Prüfstelle der DLG in Groß-Umstadt hat dies mit einem Attest bestätigt.

Der Ausbau des Töginger Werks schreitet voran. Rund 1,2 Mio. Euro werden investiert in den Bau einer Ausstellungshalle (1.300 m²) mit Verkaufsbüro sowie Empfangshalle, Konferenzraum und großzügiger Betriebsleiterwohnung (828 m²). Durch diese Investitionen werden höhere Verkaufszahlen angestrebt, die in Folge zu einem Produktionszuwachs führen und damit neue Arbeitsplätze schaffen.

Um die Standfestigkeit und Qualität der Fliegl-Produkte noch weiter zu verbessern werden etwa 850.000 Euro in eine neue Durchlauf-Sandstrahl- und Lackieranlage investiert.

Johann Fliegl, jüngster Sohn des Firmengründers Josef Fliegl senior, gründet in Spanien die Fliegl Ibérica S.L. Er baut ihn aus zum Export-Stützpunkt der Fliegl-Gruppe für Südeuropa und spanischsprachige Länder weltweit. Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeit dieses nach spanischem Recht gegründeten Unternehmens ist die Umrüstung und der Vertrieb von Fliegl-Produkten in Spanisch und Portugiesisch sprechende Länder.

2000

Mit einer Feier zum 25jährigen Bestehen und einer geschäftlichen Innovation beginnt Fliegl das neue Jahr. Das Fliegl Agro-Center eröffnet im Internet einen sogenannten Online-Shop. Unter der Adresse www.agro-center.de können Verbraucher sowie Kunden aus Handel, Land- und Bauwirtschaft eine Vielzahl von Produkten ordern. Schnell und unkompliziert können sie online das Gewünschte bestellen, das ohne den örtlichen mit Fliegl verbundenen Landmaschinenhandel zu übergehen. Prototypen des neuen Abschiebe-Sattelaufliegers bestehen ihre erste Bewährungsprobe im harten Wintereinsatz auf dem Flughafen München. Ohne in die Knie zu gehen, transportieren sie selbst kompaktesten Nassschnee weg von Start- und Landebahnen. Aufgrund seines hohen Transportvolumens ersetzt ein Abschiebe-Sattelauflieger mehr als drei handelsübliche Sattelkipper.

1999 bis 1996 - Abschiebetechnik, ein Meilenstein der Landtechnik wird erfunden

1999

Einen Meilenstein der Landtechnik setzt in diesem Jahr Josef Fliegl senior. Zum ersten Mal stellt er der Fachöffentlichkeit den Abschiebewagen „Gigant" mit der originalen Fliegl-Abschiebetechnik vor. Als besondere Neuheit wird er auf der Agritechnica 1999 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Mit Gründung der Fliegl GmbH Agro-Center und der Eröffnung des gleichnamigen neuen Agro-Centers erstrahlt in neuem Glanz die alte Produktionsstätte Kastl (12.000 m² Hallenfläche sowie 25.000 m² Freigelände).

Mit dem Agro-Center passt sich Fliegl steigenden Servicewünsche der Kunden an. Sie werden auf hohem fachlichen Niveau beraten und können zu lukrativen Preisen Service- und Kleinteile aller Art sowie originale Fliegl-Ersatzteile kaufen.


1997

Es ist soweit. Das Stammhaus in Kastl wird umgebaut zu einem Verkaufs- und Service-Center, die Produktion verlagert. Produziert wird jetzt in den ehemaligen, jetzt neu ausgebauten Werkshallen der Vereinigten Aluminiumwerke: Ausrüstungen und Bedarf für Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe, Anhänger aller Größen für Land- und Bauwirtschaft sowie des Transportgewerbes, Mischmaschinen für Güter aller Art, Güllefahrzeuge jedweden Typs so wie der Gülle-Schneckenverteiler Garant, der als Typ „Garant 18“ mit einer Arbeitsbreite von 18 m neu auf den Markt kommt und die Fachwelt beeindruckt, ob seines einfachen Aufbaus, seines geringen Verschleißes und der verstopfungsfreien Funktion.

1996

Die Produkte der Fliegl GmbH Maschinenbau sind so erfolgreich auf dem Markt, dass die Produktion im Stammwerk Kastl aus allen Nähten platzt. Expansion ist angesagt und die Suche nach einem neuen Betriebsgelände beginnt. Josef Fliegl senior wird fündig und erwirbt in Töging ein 90.000 m² großes Betriebsgelände der Vereinigten Aluminiumwerke (VAW) mit leer stehenden Werkshallen. Josef Fliegl senior baut mit seiner Belegschaft Werkshallen für die Produktion von Landmaschinen aus und installiert eine 450 Meter lange Produktionsstraße, die wohl längste der Branche. Damit schafft er die Möglichkeit die Produktionskapazitäten des Unternehmens zu verdoppeln. In diesem Jahr präsentiert sich Fliegl erstmals im Internet. Die Homepage der Fliegl-Gruppe ist übrigens nach wie vor unter der Internetadresse www.fliegl.com zu finden.

1995 bis 1989 - Die Mauer fällt: Expansion Richtung Osten

1995

Geschäftlich gestärkt widmet sich Josef Fliegl vor allem innovativen Ideen. Das Ergebnis: der robuste und verstopfungsfrei arbeitende Schneckenverteiler „Garant“ für die bodennahe Gülleausbringung. Ohne die Gülle zu zerkleinern, verteilt er sie sehr genau, wie Untersuchungen der Landtechnik Weihenstephan beweisen. Tausende von Schneckenverteiler stehen mittlerweile im praktischen Einsatz.

1993

Josef Fliegl setzt auf Kostenreduktion bei Zulieferteilen. Er wagt den Sprung nach Ungarn. In Abda, nahe der österreichischen Grenze, siedelt er die neu gegründete Fliegl Kft an. Sein Sohn Josef Fliegl junior wird schon in jungen Jahren Geschäftsführer des Unternehmens nach ungarischem Recht.

Hohe zweistellige Millionenbeträge investiert das Unternehmen im Laufe der Zeit in die Produktion von Komponenten für Landmaschinen, Nutzfahrzeuge und Betonmischer. Bei einer überdachten Produktionsfläche von über 42.000 m² umfasst das Betriebsgelände eine Fläche von 350.000 m².

1991

Josef Fliegl senior will nach der Maueröffnung Richtung Osten expandieren. Er findet in den neuen Bundesländer einen passenden Standort. Die MBFL Fliegl GmbH Fahrzeugbau wird gegründet. In Triptis/Thüringen errichtet sie auf 120.000 m² großem Betriebsgelände neue Produktionshallen mit 18.000 m² Dachfläche und Lagerhallen mit 3.500 m². Geschäftsführer wird Sohn Helmut Fliegl. Das Unternehmen investiert in den Folgejahren hohe zweistellige Millionenbeträge in Arbeitsplätze, um Nutzfahrzeuge, Tieflader und Kipper für Bauwirtschaft und Transportgewerbe zu produzieren.

1990

Die Mauer fällt, die Grenzen öffnen sich nach Osten. Josef Fliegl senior sieht Chancen und sucht dort neue Märkte. Ohne Produktions- und Verkaufsstätten im Osten ist das jedoch kaum möglich. Fliegl sondiert das Terrain.

1988 bis 1981 - Maschinenbau bei Fliegl nimmt Fahrt auf

1988

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft nimmt volle Fahrt auf. Die Betriebe wachsen und damit die Entfernungen zu den landwirtschaftlichen Flächen und zu den Lagerstätten des sich konzentrierenden Landhandels. Landwirtschaft wird so immer mehr zu einem „Transportgewerbe wider Willens“. wird.

Josef Fliegl senior agiert: In den Produktionshallen der Fliegl Maschinenbau GmbH entsteht die „Kipper-Baureihe 88“. Sie zeichnet sich durch Stabilität und Robustheit aus. Damit gibt sich Josef Fliegl senior nicht zufrieden.

Er erweitert die Produktpalette des Unternehmens mit Staplergabeln, Ballentransportgeräten, Frontladerzubehör und Schnellwechselrahmen.


1987

Für den Unternehmer Josef Fliegl senior ist dieses Jahr ein besonderes. Er meldet die „Weltneuheit Mischmeister mit Füllautomatik“ zum Europapatent an. Nach zweijähriger Prüfung wird dieser ohne Einschränkungen patentiert. Für die Bauwirtschaft entwickelt Fliegl den Duplex-Mischer, der durch Robustheit, besondere Mischqualitäten und hohe Mischleistungen besticht.

1982

Die Landwirtschaft investiert verstärkt in Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Der Unternehmer Josef Fliegl senior erkennt dies. Er nimmt die Herausforderung an, diversifiziert ins „Baugewerbe“, bringt einen robusten Betonmischer, den „Mischmeister“, auf den Markt. Kostengünstig und vor allem vielseitig lässt er sich auch für andere Mischarbeiten einsetzen. Innerhalb von zwei Jahren wird er mehr als 1.000mal verkauft.

1981

Die Produktion wächst. Für Unternehmer sind Einzelunternehmen mit hohem persönlichen Risiko verbunden. Josef Fliegl senior gründet auf Anraten eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und firmiert nun unter Fliegl GmbH Maschinenbau mit Sitz in Kastl.

. . . vor 1981 - Vom Landwirt zum Maschinenbauer

1978

Das Einzelunternehmen Fliegl präsentiert zum ersten Mal seine Produkte auf der Landwirtschaftsausstellung des Karpfhamer Volksfestes und wird so weit über den lokalen Bereich hinaus bekannt.

1977

Schwergrubber liegen im Trend. Das Einzelunternehmen Fliegl beginnt Schwergrubber für Stoppelbearbeitung und Saatbeetbereitung zu produzieren. Mehr als 400 Schwergrubber im Jahr stellt Fliegl in der Folgezeit her.



1976

Josef Fliegl legt Wert auf Unabhängigkeit, will selbst das Heft in der Hand haben, muss daher Meister werden. Innerhalb von nur drei Monaten bereitet er sich auf die Meisterprüfung vor, legt sie mit Bravour ab und konzentriert sich anfangs mit nur drei Lehrlingen und zwei Schweißern auf die Montage von Güllefässern und Lkw-Kippern.

1975

Josef Fliegl senior sattelt um, wird Maschinenbauer, lernt diesen Beruf innerhalb kürzester Zeit, legt die Gesellenprüfung ab, firmiert als personengeführtes Einzelunternehmen, das mit einem angestellten Meister arbeiten muss. Mit wenigen Mitarbeitern werden Kipper ummontiert und Güllefässer produziert.

1973

Josef Fliegl senior handelt mit Landmaschinen. Handel allein genügt ihm nicht. Er sucht neue Herausforderungen, die er schließlich als Maschinenbauer findet.

1970

Josef Fliegl senior übernimmt nach Besuch der Landwirtschaftsschule den 25 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb von seinen Eltern. Seinen Fokus richtet er jedoch bald aus auf Handel und Bau von Landmaschinen.

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